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Tiere aus Holz zum Spielen

Reifentiere aus dem Erzgebierge

Es gibt eine ganz alte Technik Holztiere zum Spielen zu fertigen. Wie so manche Traditionen hat dieses Handwerk im Erzgebirge überlebt, worüber ich sehr froh bin. Die Tiere werden komplett von Hand gefertigt und man sieht ihnen an, wieviel Liebe und Sorgfalt in ihnen steckt. Es wird uns jedes Mal ganz warm ums Herz, wenn wieder ein Paket mit diesen wundervollen Tieren eintrifft.

Die Fertigung der Holztiere

Die Produktion beginnt im Januar. Da wird nämlich das Holz geschlagen für die Tiere, in den Kitzbühler Alpen, oberhalb von 1000 Meter und bei Neumond. Das Holz muss wasserberuhigt sein, erklärte mir der Inhaber. Daher über 1000 Meter, da es dort sehr langsam wächst und besonders hart ist, dann im Januar, weil es zu der Zeit keinerlei Wachstum gibt und die Bäume schlafen. Zuletzt bei Neumond, weil der Mond das Wasser steigen und sinken lässt in den Bäumen, ähnlich dem Effekt bei Ebbe und Flut.

Die Reifentiere werden gedrechselt

Das Holz muss dann noch lange lagern, bis es keinerlei Bewegung mehr macht und wird dann zu einem Holzring gedrechselt. Der Ring hat in seinem Querschnitt schon die grobe Form einer Kuh oder einer Katze. Wichtig ist dabei das die Fasern des Holzes ganz gerade von unten nach oben verlaufen, also von den Füssen bis zum Rücken. Dieser Ring wird dann in Stücke geschnitten, wie eine Salami. Das geht am Besten, wenn man die Stücke abspaltet. Natürlich sind diese Scheiben außen etwas dicker als innen, weil man sonst nicht um die Wendung kommt, weshalb im Querschnitt das Hinterteil außen liegt und der Kopf innen. Nun werden diese Tiersilhouetten gekocht, wie Kartoffeln, bis sie ganz weich sind. Danach werden sie von Hand geschnitzt. Da das Holz nun ganz weich ist, geht das recht gut. Nun ist das Tier fertig und nur extra Teile, wie Ohren, Hörner, Flügel oder auch Geweihe werden nachträglich angebracht. Am Ende werden die Tiere getrocknet und mit der Hand angemalt. Streifen auf die Zebras und die Tiger, Flecken auf die Kühe und Pandabären.

Familienbetrieb seit vielen Generationen

Die Familie, die diese Holztiere herstellt, wohnt im Erzgebirge, wo dieses Kunsthandwerk Tradition hat. 5 Leute sind sie insgesamt, die Alles machen, vom Holz schlagen, über das Anmalen bis zum Verkaufen.